Die Zukunft im Visier Startschuss für das Facelifting von Petersbuch und Heiligenkreuz „Gute Planung beginnt beim Zuhören“ Planungsbüro Gerhard Plöchinger macht das Rennen!

Petersbucher und Heiligenkreuzer fixieren Schwerpunkte der künftigen Dorfentwicklung

Petersbuch/Heiligenkreuz (rdg)


Vergangenen Samstag (23.03.13) konnten etwa 80 Bürger aus Petersbuch und Heiligenkreuz Vorschläge und Ergebnisse der Arbeitskreise beurteilen, die Architekt Gerhard Plöchinger  aus Regensburg in einer Präsentation aufzeigte. Dabei konzentrierten diese sich auf acht mögliche Maßnahmenkonzepte für Heiligenkreuz und 18 für Petersbuch. Die vorgeschlagenen Konzepte resultierten aus Arbeiten der Arbeitskreise „Soziales“,“ Landwirtschaft/Energie“ und “Dorfentwicklung“. Im Rahmen ortsübergreifender Konzepte gab er dreizehn weitere Vorschläge zur Beurteilung vor. Bürgermeister Martin Heiß, geladene Markräte,  wie auch Erhard Michalke, vom Amt für Ländliche Entwicklung aus München, freuten sich bei ihrer Begrüßung über das zahlreiche Erscheinen intressierter Bürger. Besonders erfreulich war die Anzahl junger Bürger aus beiden Ortschaften. Michalke erörterte bei dieser Gelegenheit ein noch in den Anfangsstadien befindliches örtliches Flur- und Wegekonzept, welches durch den Arbeitskreis „Landwirt-schaft“ angestoßen wurde. Er gab hierzu bereits zu ver-stehen, dass dieses seine volle Zustimmung und Unter-stützung erwarten könne. Er sehe dieses Konzept als guten Weg für eine wesentliche Verbesserung der vorhanden und künftigen Agrarstruktur, jedoch am effektivsten, wenn dieses parallel im Rahmen der Dorferneuerungsmaßnahme erfolgt. Das könne jedoch erst im Einvernehmen der betroffener Landwirte und nach Festlegung von Ausgleichsflächen in Angriff genommen werden. Die Finanzierung dieser Maßnahme würde die Betroffenen kaum belasten, da hier Zuschüsse des Amtes und der Gemeinde zu erwarten sind. Da  nach Vorstellung der Ergebnisse kein Diskussionsbedarf zu den aufgezeigten Mög-lichkeiten bei den Bürger bestand, lässt es die Vermutung zu, dass die Arbeitskreise durch intensive Vorarbeit und detaillierte Ausarbeitung zusammen mit dem Architekten gute Arbeit geleistet haben.

Nach der Vorstellung der Konzepte  konnten die Bürger hierzu, über ein Punktevergabesystem an vorbereiteten Schautafeln ihre  Favoriten  festlegen. Hierbei sind den „Heiligenkreuzern“ der Rückbau und die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt besonders wichtig. In weiteren priorisierten sie die Sanierung und bedarfsgerechte Ausstattung der Genossenschaftshalle und die Verschönerung der Grünzone um diesen Bereich. Danach stuften sie eine Teilrenovierung ihres kleinen Feuerwehrhauses als wichtig ein. Die angebotenen Maßnahmen zur Umgestaltung des Kirchenvorplatzes, wie auch die Umgestaltung der westlichen Orts- bzw. südöstlichen Erschließungsstraße, fanden sich interessanterweise auf den hinteren Rängen der Favoritenliste wieder. Die „Petersbucher“ sahen erwartungsgemäß die Schwerpunkte in der bedarfsgerechten Neugestaltung des Kirchplatzes, gleich eingestuft wurde die Verschönerung und Umgestaltung des Geländes um den im westlichen Teil der Ortschaft liegenden Friedhof. Überraschend viele Punkte heimste auch der Wunsch für eine Fuß- und Radwegeverbindung von Petersbuch nach Kaldorf ein. Hierbei müssten allerdings zur Verwirklichung einige Hürden genommen werden, da der Limes in seiner Eigenschaft als Weltkulturerbe sich eher ungünstig für einen Bürgerwunsch dieser Art darstellt. Hier kann wohl leichter dem Anliegen des Rückbaus und der Neugestaltung der Bucher Straße gefolgt werden, was in der Folgepriorität der Petersbucher so festgelegt wurde. In der weiteren Rangliste findet sich eine Aufwertung und Vergrößerung des Feuerwehrhauses, hier möchte man einen Geräteraumanbau, ausgebaute Parkplätze und eine „Freisitzmöglichkeit“ für Dorffestivitäten gerne erfüllt sehen. Dies bedingt jedoch den Erwerb von Privatflächen. Bei dieser Maßnahme ist parallel auch der Zufahrtsweg über die Bucher Straße und der Pfahlweg als zugehörige Maßnahme zu betrachten, da beide Straßen in wichtiger Abhängigkeit zur Maßnahme „Feuerwehrhaus“ zu sehen sind. Im Weiteren erscheint den Bürgern eine Neugestaltung und Verschönerung der Spielplatzes für dringend notwendig, wobei dieser Punkt sicher bei Anwesenheit aller Eltern eine noch höhere Priorisierung erfahren hätte. Folgend wurden auch Gartenweg und Reindlweg als wünschenswert für einen bedarfsgerechten Umbau eingestuft. Eine Renovierung der Maschinenhalle am Laubhüttenfestplatz und der zugehörige Bolzplatz, liegt ebenfalls nahezu in der Gunst der Bürger gleichauf.  Ein Rückbau der Einmündungsstraße im Süden zur Eichstätter Straße wird durch den Architekten als eher schwer umsetzbar bewertet, ebenso sind die Wünsche für den Ausbau der bisherigen gut verwachsen-en„Schleichwege“ zwischen Gartenstraße und Bucher Straße, sowie Bucher Straße und Pfahlweg noch eher als verhalten einzustufen. Von Nutzen jedoch wären sie zweifellos. Bei den ortsübergreifenden Maßnahmen liegt den Einwohnern ein Nutzungskonzept für das alte Sägewerksgelände brennend unter den Nägeln. Hier kann vermutlich nur durch den Grunderwerb der Gemeinde eine Möglichkeit geschaffen werden, dieses zu verwirklichen. Hier müssten mit dem derzeitigen Eigentümer des Geländes und der Gemeinde Gespräche gesucht und kompromissfähige Grundlagen gefunden werden. Die Petersbucher wären für eine positivie Entwicklung in dieser Sache sehr froh. Das Flur- und Wegekonzept, welches bereits durch Herrn Michalke erörtert wurde, fand ebenfalls den Zuspruch aller Interessierten. Ebenso fand der Vorschlag für eine Erstellung der Dorfchronik in Rahmen der Entwicklungsmaßnahme, zudem man sich mit großem Stolz auf das umfassende Wissen des in Petersbuch aufgewachsenen Oberstudienrats a.D. und Heimatforschers Konrad Kögler stützen dürfte.  Private Energieberatungen für die Haushalte und eine Machbarkeitsstudie eines zentralen Fernwärmekonzeptes in Petersbuch standen in der Bewertungsskala an nächster Stelle. Die aus diesem Abend resultierenden Schwerpunkte und die vor allem positive Resonanz der Bürger, gilt auch für Erhard Michalke als ein wesentlicher Faktor diese Erneuerung amtseitig anzuordnen. „Sollte hier keine Akzeptanz der Bürger zu spüren sein, ist die Anordnung einer Dorferneuerung in den meisten Fällen nicht sinnvoll“, so Michalke. Das Amt für Ländliche Entwicklung versteht sich in diesem Zusammenhang auch als ein Werkzeug der Hilfe zur Selbsthilfe. Sollte es in wenigen Wochen zu einer Anordnung kommen, und davon ist nach dieser Veranstaltung auszugehen, kann durchaus in zwei Jahren  bereits mit ersten sichtbaren Ergebnissen gerechnet werden. Im nächsten Schritt wird das Amt, im Rahmen einer Aufklärungsveranstaltung, über die Rahmenbedingungen, der Finanzierung und des eventuellen Budgets unterrichten.  Eines der im Vorfeld meist diskutierten, brennenden Themen. Schon deshalb ist davon auszugehen, dass das Bürgerinteresse für diese Veranstaltung die Kapazitätsgrenzen der Sitzplätze im Feuerwehrhaus  vermutlich sprengen wird.








Petersbuch/Heiligenkreuz (rdg) Am 26.10.13 hatten die Petersbucher und Heiligenkreuzer die Möglichkeit, ihre Vorstände für die im Juli angeordnete Dorferneuerung zu wählen. Die Teilnehmergesellschaft, so nennt sich die künftige „Behörde auf Zeit“, ist das bürgervertretende verantwortliche Organ beider Ortschaften, welches für die Durchführung der erarbeiteten Maßnahmen, die in einem Zeitraum von einem Jahr durch mehrere Arbeitsgruppen erarbeitet wurden, verantwortlich zeichnet.  Für die kommenden sechs Jahre heißt das für die Heiligenkreuzer Anita Ablaßmeier, Anton Wittmann und die Petersbucher Hans Bauernfeind, Hans Schmidt, Reinhold Gerner und ihre fünf Stellvertreter eine große Verantwortung zu übernehmen. Die gewählten Vorstände der Teilnehmergesellschaft werden durch den 1. Bürgermeister der Gemeinde, einen Vertreter des Marktrates und eine Vertreterin des Amtes für Ländliche Entwicklung ergänzt.  Dies wird amtsseitig Frau Ingrid Treffer sein, die zugleich den Vorsitz der TG innehaben wird. Bürgermeister Heiß war hocherfreut über die große Anzahl an anwesenden Bürgern, die dadurch ihr Interesse an der künftigen Mitgestaltung ihrer Ortschaften bekundeten. Auch Erhard Michalke, vom Amt für Ländliche Entwicklung,  der die Wahl mit Bürgermeister Heiß durchführte, stellte mit großer Zufriedenheit fest, dass erfreulich viele Bürger Bereitschaft erklärt haben, sich für die Wahl als Vorstandschaft bereit zu stellen. Er betonte auch noch einmal die hervorragende und vor allem konstruktive Arbeit aller Arbeitskreise. Sie haben es geschafft,  in einem guten Jahr ihre Schwerpunkte zu finden, zu formulieren und einen Dorferneuerungsplan in Zusammenarbeit mit dem Architekten zu erstellen. Somit konnte das Amt bereits am 23. Juli die Anordnung als rechtsverbindlichen Verwaltungsakt verfügen und an die Marktgemeinde  übersenden. Erhard Michalke übergab Bürgermeister Heiß auch das gesamte „Kompendium“ des Verfahres in einem bereits gut bestückten Ordner. Anfang Dezember soll auch die erste konstituierende Sitzung der Vorstandschaft stattfinden. Dort werden auch die an diesem Samstag bereits gewählten Stellvertreter mit je einem Vorstand verknüpft. Die Einladung wird durch das Amt hierzu rechtzeitig ergehen. Ortssprecher Hans Bauernfeind gab zu diesem Anlass auch noch den Termin für das Jagdessen an die Anwesenden bekannt, welches am 23. November um 19.00 Uhr in Heiligenkreuz stattfinden wird.  



Petersbuch und Heiligenkreuz wählt Vorstandschaft zur Teilnehmergesellschaft (TG) für ihre Dorferneuerungsmaßnahmen